Sessionsabschluß beim traditionellen Fischessen

 

 

 

Von Josef Sturm

Anmerkung des Webmaster: Ich möchte mich hier herzlich bei Josef Sturm für seine Text- und Bildbeiträge bedanken.

Ohne diese wäre die Umsetzung dieser Homepage erheblich schwerer. 

1 nach B" heißt die neue Zeitrechnung, die Vorsitzender Norbert Saurborn nach dem vier Jahrzehnte langen Wirken des Ehrenpräsidenten Willy Bittner ausgegeben hat. Im 41. Jahr des Bestehens des Allersberger Faschingskomitees zog er beim Fischessen eine positive Bilanz.

 

Als erstes rief er den Faschingszug mit 66 Wagen und Gruppen in Erinnerung. Die neu aufgestellten Regeln haben sich bewährt und sind gut befolgt worden, der Zug unter der Schirmherrschaft von Landrat Herbert Eckstein kann als gelungen bezeichnet werden. Auch der Straßenfasching mit den Original Rothsee Musikanten war wieder ein toller Erfolg, "der ganze Marktplatz tanzte und bebte bis in den Abend hinein". Ausgeräumt und richtig gestellt sind inzwischen die Fehlmeldungen über den attraktivsten und größten Wagen des Zuges, das Piratenschiff der "Lemeg", das von etwa 50 Jugendlichen aus Lampersdorf, Ebenried, Mörsdorf, Eismannsdorf und Göggelsbuch erbaut wurde. Auch im Vorjahr stellte diese Gruppe einen attraktiven Wagen und wurde bei den Aufbauarbeiten damals sogar von einem Fernsehteam begleitet. Die Jugendlichen haben miteinander etwas bewegt und stehen in keinem Zusammenhang mit dem Wagen, der 2009 zensiert mitfuhr, wie irrtümlich berichtet wurde. Der Vorsitzende freute sich, wie er sagte, dass beim Allersberger Faschingszug die Spreu vom Weizen getrennt wurde. Auf dem Erreichten könne man aufbauen, und auch die Zuschauerzahl, die diesmal bedingt durch den vielen Schnee etwas geringer ausfiel, wird sicher wieder ansteigen, zeigte er sich überzeugt.

 

Neben dem eigenen Umzug waren die Allersberger Fastnachter beim Umzug in Schwand und in Spalt mit drei Fahrzeugen im Einsatz. Das neu erbaute Bobbycar der Nachwuchskomiteeler habe große Aufmerksamkeit erregt. Erfolgreich waren auch die großen Veranstaltungen des Vereins mit über 60 Programmpunkten. Tolle Beiträge der Gesellschaften aus Franken wurden geboten, als Stargast war Entertainer Bernd Händel aus Nürnberg bei der Prunksitzung dabei und auch die Weltmeister im Boogie Woogie, Florian Pogats und Christina Schneider, sowie die Meistergarde der Buchnesia Nürnberg. Die Kontakte zu den befreundeten Gesellschaften möchte das Faschingskomitee weiter aufrecht erhalten und noch ausbauen und dafür wird der Einsatz jedes Einzelnen gebraucht, stellte der Vorsitzende klar. Er dankte in diesem Zusammenhang auch im Namen von Sitzungspräsidentin Sabine Stubenhofer allen die dazu beigetragen haben, dass der Übergang gut geklappt hat und die Session gut über die Bühne gebracht wurde. Besonderen Dank sprach er Karl Mierlein aus, der sieben Jahre die Programmzusammenstellung übernommen und Regie geführt hat und künftig nur noch als Schatzmeister des Vereins tätig sein wird. "Dein Einsatz war großartig, denn du wurdest nach der Erkrankung von Dieter Hirscheider ins kalte Wasser geschmissen."

 

Insgesamt 40 Veranstaltungstermine hatte das Komitee im Fasching 2009/10 zu bewältigen und sogar 45 Mal im Einsatz waren die Original Allersberger Flecklashexen. Bis zu vier Auftritte an einem Abend standen des Öfteren an, die jungen Männer vollbrachten sportliche Höchstleistungen und haben sich längst in die Herzen der Faschingsfreunde in Franken und Bayern, ja in ganz Deutschland getanzt. Begleitet wurde die Hexentruppe stets vom Hexenmeister Andreas Grzyb und Trainerin Jessica Heim und über das Faschingswochenende gar noch vom früheren Trainer, dem Wahlbrasilianer Thomas Herzig und seiner Freundin Diana Stelling in extra angefertigten Flecklikostüm in den Farben Brasiliens.

 

Sehr viele Auftritte absolvierten auch die Minihexen mit Betreuerin Sabine Saurborn. Erstmals wurden sie von Angie und Marlene Fromm trainiert und ihr Tanz kam gut an. Das erste Jahr im Einsatz waren Marlene Fromm und Lisa Michaelsen als Pagen.

Gewissermaßen als freier Mitarbeiter hat Mario Weidlich erstmals das Faschingsheft zusammengestellt. Er ist auch für die stets aktuelle Homepage verantwortlich, die in diesem Fasching schon über 1500 Zugriffe verzeichnen kann. Für seine vorbildliche Arbeit wurde ihm ebenso gedankt wie den Familien Ortner und Lutz, die das Faschingskomitee 35 Jahre lang im Hotel-Café Kattenbeck, der Residenz der Allersberger Fastnachter, hervorragend versorgt haben. Nach der Aufgabe des Cafés nahmen die Komiteemitglieder beim Fischessen wehmütig Abschied von ihrem bisherigen Zuhause.

 

Session 2009/2010