Festkommers zum 44-jährigen Bestehen am 11.11.12

Session 2012 2013

Nahezu die gesamte fränkische Fastnachtsspitze mit Bernhard Schlereth, Präsident des Fastnachtsverbandes Franken und Vize im Bund Deutscher Karneval, zahlreiche Gesellschaften, Freunde und Gönner gaben dem Faschingskomitee Allersberg die Ehre beim Festkommers zum 44-jährigen Bestehen. Von allen Seiten Lobesworte, Dank und Anerkennung gabs für die Allersberger Faschingsfamilie, der große Wertschätzung gezollt wurde für die Kontinuität und Zuverlässigkeit, das unermüdliche Engagement und die Power, die über die 4 x 11 Jahre für das fastnachtliche Brauchtum aufgebracht wurden. Durch Fleiß und großartige Leistung hat sich Allersberg weitum in Franken Anerkennung verschafft. Der hohe Stellenwert „der guten Stube der fränkischen Fastnacht“ zeigte sich in der großen Zahl der Gesellschaftsabordnungen bei der Feier  am Sonntag, sowie bei allen Veranstaltungen, zu denen die Faschingsfreunde stets von überall her kommen.


„Wir feiern 44 Jahre Fastnacht in Allersberg, mit Mitgliedern, wie etwa Herbert Maier, Robert Rötz oder Hermann Winkler, die von Anfang an dabei waren“, sagte Sitzungspräsidentin Sabine Stubenhofer, als sie zu Beginn der Festveranstaltung allen dankte, die über die Jahre hinweg zum Erfolg beigetragen haben. „Wir haben nach 40 Jahre Präsident Willy Bittner und großer Achtung vor allem was er geschaffen hat, kein leichtes Erbe angetreten, aber gemeinsam haben wir es gut geschafft und wir machen auch weiter so“, versprach Stubenhofer in ihren Dankesworten an alle Mitstreiter, von den Pagen bis zu den kleinen Minihexen.


An die Gründung des Faschingskomitees vor 44 Jahren durch eine kleine Truppe erinnerte Vorsitzender Norbert Saurborn, der bedauerte, dass der langjährige „Motor und Mann der ersten Stunde“ Willy Bittner wegen der Verleihung des Frankenwürfels in Kulmbach nicht mitfeiern konnte, ehe er dessen Glückwunschschreiben verlas. In den 44 Jahren Brauchtumspflege in Allersberg haben wir uns sehr viele Freunde gemacht wie man sehen kann, stellte er mit Blick auf den vollen Saal fest. Wir haben nicht nur in Allersberg einen Namen sondern sind aus der fränkischen Fastnacht nicht mehr wegzudenken. Den starken Verein führen zu dürfen, darauf bin ich stolz.


Welche Steigerung als Wertschätzung für die heute noch stärkere Truppe die Presse findet fragte sich eingangs Franken-Präsident Bernhard Schlereth. Ich kenne keinen Verein, der den Faschingssonntag so feiert wie Allersberg, stellte er anerkennend fest und  versicherte, dass die Flecklashexen alljährlich eine große Bereicherung der Fernsehsitzung in Veitshöchheim seien. Wir alle haben das Ziel, unser Brauchtum zu feiern, ihr belebt es und leistet gute Jugendarbeit, ich bin stolz auf euch und will euch ermuntern, genauso eifrig weiter zu machen wie bisher.


Standing Ovationen belohnten den ausgezeichneten, von Mario Weidlich erstellten Filmbeitrag, der hervorragend kommentiert wurde von Tochter Alena und seiner Frau Andrea. In wohl einmaliger Weise zeigte er die markanten Stellen im Marktgebiet Allersberg ebenso auf, wie unvergessene Ereignisse aus den vier Jahrzehnten der bewegten Geschichte und dem heutigen Agieren des Faschingskomitees und der Allersberger Flecklashexen. Die großen Werbeträger, wie immer wieder betont wurde sowie ihre kleinen Nacheiferer, die Minihexen, sorgten auch beim Festkommers mit ihren Tänzen für besonderen Glanz, brachten Farbe ins Bild und ernteten Beifallsstürme und Riesenlob von allen Seiten.


Die Basisarbeit und die Motivation die dahinter stehe, hob Landrat Herbert Eckstein in seinen Glückwünschen hervor. Er wünschte weiterhin Freude und Kraft alles durchzuziehen, betonte, dass es an einem selbst liege, was man daraus macht und bezeichnete die Flecklashexen als großes Aushängeschild. Mutig war es, mit drei Wagen 1969 auf die Straße zu gehen, erinnerte Bürgermeister Bernhard Böckeler an den Beginn. Inzwischen hat der Fasching in Allersberg überall Freunde, das macht stolz, sagte er Dank im Namen der Marktgemeinde an die heute große Faschingsfamilie und an die unvergessenen, teils bereits verstorbenen Urheber. Ohne den langjährigen Motor Willy Bittner hätten wir die guten Kontakte zur fränkischen Fastnacht nicht, es sind ganz große Dinge die hier zusammengebracht wurden. Wir haben uns nach außen hin immer profihaft gezeigt, sonst wären wir nicht in Veitshöchheim dabei, zeigte er sich überzeugt. Dank sagte er dabei den Flecklashexen und dem Bayerischen Rundfunk dafür, dass er dies immer ins rechte Licht rückt. Am 10. Februar wird die Marktgemeinde einen Empfang geben als kleines Dankeschön für die vielen frohen und hintersinnigen Stunden die man erleben durfte.


Von der langjährigen, überaus guten Verbindung und Zusammenarbeit sprachen Mecki Binder aus Feucht und Werner Kilian aus Roth, Tillträger und fast von Beginn an dabei, die zum Jubiläum ebenso gratulierten wie die Vertreter der 17 anwesenden Gesellschaften. In Gedichtform deutete Pfarrer Hermann Dinkel die Zahl elf und Hartmut Lehmann, der Vorsitzende des Kultur- und Verschönerungsverein, Urzelle des Faschingskomitees, wünschte, noch lange Jahre für ein schönes Allersberg zusammen wirken zu können. Die enge Verbindung Allersberg-Nürnberg, in karnevalistischen Kreisen nicht wegzudenken, hob Peter Bursy vom Festausschuss hervor, der auch an die jahrelange Teilnahme der Nürnberger Vereine am Umzug in Allersberg erinnerte. „Wir haben wunderschöne und erfolgreiche Zeiten erlebt, was einst gegründet und geschaffen wurde, wird heute fantastisch fortgesetzt“, zeigte sich Mecki Binder mit allen Grußrednern einig. Allen Aktiven wünschte er abschließend, dass sie selbst ein wenig Freude haben, an dem was sie machen.


Text: Josef Sturm

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