Das Faschingskomitee Allersberg rüstet zum Endspurt

Über 40 Jahre gibt es das Faschingskomitee Allersberg, das als so genannter „loser Haufen“ in all den Jahren viel bewegt hat und den Fasching in Allersberg, vor allem auch durch die Auftritte der Original Allersberger Flecklashexen, nicht nur im Landkreis Roth, sondern im ganzen Frankenland bekannt gemacht hat. Im Sommer vergangenen Jahres hat sich die Gruppe zu einem Verein zusammengeschlossen und inzwischen auch die Gemeinnützigkeit erhalten. Über 180 Mitglieder zählt der Verein inzwischen. Die erste Hürde ist inzwischen geschafft, nachdem Willy Bittner nach vier Jahrzehnten sein Amt als Präsident abgegeben hat und auch der Einstieg in die Kampagne 2010 mit dem Ordenskommers wurde mit Bravour gemeistert.

Die berühmten 100 Tage sind inzwischen längst vorbei. Der junge Verein mit Vorsitzenden Norbert Saurborn und Sitzungspräsidentin Sabine Stubenhofer kann eine positive Bilanz ziehen. Mit einer verjüngten Mannschaft hat Norbert Saurborn die Nachfolge Bittner angetreten und damit auch den Generationswechsel geschafft. Es ist nicht leicht, die Nachfolge von Willi Bittner, dem „Tausendsassa“ anzutreten sagt der neue Vorsitzende, der seine Aufgabe sehr ernst nimmt. „Ich habe eine große Verantwortung übernommen und werde die drei Jahre die ich gewählt bin, mit viel Energie und Krafteinsatz, aber auch mit Freude und Spaß angehen“, betont er weiter. Es liegt ihm daran, die Akzeptanz und das hohe Niveau das in den vier Jahrzehnten erreicht wurde zu halten und wenn möglich sogar noch auszubauen.

Nahezu bei 40 Veranstaltungen befreundeter Gesellschaften war die relativ kleine aktive Gruppe des Faschingskomitees Allersberg in der laufenden Session bereits vertreten. Dabei war man in Würzburg, Nürnberg, Spalt, Greding und Roth ebenso wie in Schwabach, Feucht oder Eibach. Etwa 40 Auftritte haben die Flecklashexen alljährlich im Fasching zu bewältigen. Sie sind diese Woche in Veitshöchheim, wo sie  wieder bei der Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“ mitwirken und bundesweit an den Fernsehschirmen zu sehen sein werden. Norbert Saurborn wird bei der Livesendung auf der Elferratstribüne neben den weiteren Vertreten der mitwirkenden Gesellschaften und dem Präsidium besonders im Rampenlicht stehen. Mit dabei bei der fränkischen Gaudi in den Mainfrankensälen ist auch heuer wieder das Fastnachtoriginal Willy Bittner, der Ehrenpräsident des Allersberger Faschingskomitees und seine Frau Marlene. 22 Mal waren sie bereits beim Frankenfasching mit dabei.

Doch ein Verein lebt von der Jugend. Mit Alexander Böck, Bastian Schöll, Michael Heim, Martin Köstler, Marius Spehnkuch, Benjamin Heim und Daniel Sykora hat das Faschingskomitee nun einen starken Nachwuchs, die zum Teil aus den Reihen der Flecklashexen kommt. Neuer Schwung kommt durch sie in das Team. Die Gruppe ist zurzeit dabei in der Halle der Baumschule Bittner einen dritten Faschingswagen, ein Bobby Car zu bauen, mit dem auf den Nachwuchs aufmerksam gemacht wird. Norbert Saurborn freut sich über diese Initiative und natürlich ließ es sich auch Willy Bittner nicht nehmen, bei den Wagenbauern vorbei zuschauen. Feste wurde gehämmert, geschraubt, gesägt und gestrichen, damit alles rechtzeitig fertig wird, denn der neue Wagen wird am Sonntag beim Schwander Faschingszug erstmals zu sehen sein.

Auch bei vielen weiteren Vereinen wird zurzeit in jeder freien Minute eifrig gewerkelt, denn es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Umzug am Faschingssonntag, 14. Februar, in Allersberg. 64 Wagen und Gruppen haben sich für den Allersberger Gaudiwurm bereits angemeldet. Interessierte die noch mitmachen wollen, sei es mit einer Fußgruppe oder einem Wagen können sich bei Norbert Saurborn unter Telefon (09176) 7208 noch anmelden. Karten für die Prunksitzung am Sonntagabend um 19 Uhr, bei der wieder Gesellschaften aus dem ganzen Frankenland auftreten, können im Vorverkauf bei Karl Mierlein unter Telefon (09176) 866 bestellt werden. Doch bis Endspurt am Faschingsonntag kommt, stehen noch allerhand Veranstaltungen im Terminplan der Allersberger Fastnachter. Unter anderem der Rathaussturm am Unsinnigen Donnerstag um 14 Uhr mit anschließendem Kinderfaschingszug.

Text: Josef Sturm

Session 2009/2010