Barocke Architektur in Allersberg

Allersberg verdankt seinen barocke Umgestaltung als einer der wenigen fränkischen Orte weder weltlichen noch geistlichem Adel. Vielmehr haben sich hier zwei bürgerliche Familien, Heckel und Gilardi, die als Gründer und Inhaber einer der ersten leonischen Drahtwarenfabrik in Deutschland zu Reichtum gekommen waren, als Bauherren betätigt.

Die beiden Fabrikanten verpflichteten keinen geringeren als den Eichstätter Hofbaumeister Gabriel de Gabrieli.

Er entwarf zunächst für Johann Georg Heckel ein Wohnensemble, bestehend aus einem Haupthaus mit barock geschwungenem Giebel, ein Nebengebäude und einem eigenwilligen Turmpavillon.

Anschließend ließ sich Jacob Gilardi am Marktplatz ein schloßähnliches Palais errichten.

Im barock gestalteten Portal befindet sich im dreieckigen Giebel das Wappen des „Drahtbarons“.

Einen Kilometer vom Ort entfernt hatte sich Jacob Gilardi den Landsitz Appelhof von Gabriel de Gabrieli mit Orangerie errichten lassen.

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